GEGENANGEBOT: WIDERSTEHEN SIE DER VERSUCHUNG

 

Mehr und mehr setzen Arbeitgeber Gegenangebote ein, um vor dem Wechsel stehende Mitarbeiter zu halten. Das hat seine Gründe darin, dass zu einen das Angebot an potentiellen Bewerbern gering ist, zum anderen aber auch, weil jeder Mitarbeiter, der ein Unternehmen verlässt, seine gesammelten Erfahrungen und Netzwerkkontakte mitnimmt. Bitte Bedenken Sie folgendes, wenn Ihnen ein Gegenangebot unterbreitet wird:

  • Das Angebot Ihres zukünftigen Arbeitgebers reflektiert den Wert, den dieser in Ihnen gesehen hat, obwohl er Sie nur kurz kennen gelernt hat. Ihr bisheriger Arbeitgeber hatte jede Zeit der Welt, um sich mit Ihnen über einen Karriereplan oder neue berufliche Perspektiven zu verständigen, hat dieses jedoch unterlassen.
  • Mit der Annahme eines Gegenangebots und den daraus erwachsenden Konsequenzen müssen Sie ein Leben lang klarkommen. Wenn Sie zuerst einen Vertrag bei einem zukünftigen Arbeitgeber unterzeichnen, dann jedoch ein Gegenangebot akzeptieren, untergraben Sie die Glaubwürdigkeit Ihrer Unterschrift, übrigens auch in den Augen derer, die Ihnen das Gegenangebot unterbreitet haben.

So vertreten Sie wirkungsvoll Ihre Interessen

Finden Sie Ihren Marktwert heraus. Bewerben Sie sich auf Positionen, die Ihren beruflichen Zielsetzungen entsprechen und führen Sie Bewerbungsgespräche. Dabei stellen Sie schnell fest, auf welche Fertigkeiten und Kenntnisse Wert gelegt wird.
Treffen Sie auf der Grundlage des Gesprächsergebnisses eines klare Entscheidung, ob Sie bleiben oder das Unternehmen verlassen wollen. Bestehen Sie im Falle des Verbleibs im Unternehmens auf einer schriftliche Fixierung der Zusagen mit verbindlichen Terminen etc. Informieren Sie dann das Unternehmen, bei dem Sie sich beworben haben, und ziehen Sie Ihre Bewerbung zurück. Sollten Sie keine Einigung mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber erzielen können, dann bewerben Sie sich weiter.
Verlassen Sie Ihren Arbeitgeber auf ordentliche Art und Weise. Schreiben Sie eine Kündigung mit Kündigungstermin und beziehen Sie sich dabei auf die im Arbeitsvertrag spezifizierten Kündigungsfristen. Geben Sie keine Gründe für Ihre Kündigung an. Sie sind nicht verpflichtet, sich zu rechtfertigen. Hinterlassen Sie keine “verbrannte Erde”. Man sieht sich immer zweimal im Leben.
Geben sie keinen Spielraum für Diskussionen. Sagen Sie Ihrem derzeitigen Arbeitgeber klar, dass Sie kein Gegenangebot wünschen und bitten Sie ihn, Ihren Wunsch zu respektieren. Auf diese nachdrückliche Weise machen Sie deutlich, dass es für Sie kein zurück gibt und ggf. entlässt Sie Ihr derzeitiger Arbeitgeber sogar früher aus Ihrem Vertrag.